Berlin (epd). Die Klima-Allianz Deutschland fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für Hitzeschutz und Klimaanpassung. „Die Bundesregierung muss jetzt handeln und in einem Hitzegipfel konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen“, verlangte die Geschäftsführerin Politik der Klima-Allianz, Stefanie Langkamp, am Freitag. Die Kommunen bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen, um Hitzeschutz vor Ort konkret umzusetzen.
Dafür brauche es eine Gemeinschaftsaufgabe für Klimaschutz und Klimaanpassung, damit Kommunen das Geld haben, um verlässlich handeln zu können, sagte Langkamp. Parallel sei die heimische Energiewende deutlich zu beschleunigen, um Deutschland dauerhaft von teuren Öl- und Gasimporten unabhängig zu machen.
Die Klima-Allianz Deutschland zählt nach eigenen Angaben mehr als 150 Mitgliedsorganisationen, darunter Umwelt- und Sozialverbände, Kirchen, Entwicklungs- und Bildungsorganisationen und Gewerkschaften.
Sorge um medizinische Versorgung
Uwe Martin Fichtmüller, Hauptgeschäftsführer beim Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, forderte, dass die Bundesregierung Extremhitze als akute Gefahr für die öffentliche Gesundheit behandelt. Damit die medizinische Versorgung stabil bleibt, müssten Bund und Länder den Hitzeschutz verbindlich in Notfallpläne und Katastrophenschutz festschreiben und die Einsatzkräfte gezielt entlasten.
Die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes, Katja Kipping, sagte, soziale Einrichtungen bräuchten eine gezielte Unterstützung, um die Folgen extremer Hitze zu bewältigen. Pflegeheime, Kitas und Beratungsstellen gerieten zunehmend an ihre Belastungsgrenze. Vielerorts fehlten Personal, geeignete Gebäude, Verschattung und Kühlung, um besonders gefährdete Menschen wirksam zu schützen.



