Unicef: Mehr als 20 Kinder bei Kämpfen im Sudan getötet

Unicef: Mehr als 20 Kinder bei Kämpfen im Sudan getötet

Köln (epd). Bei Kämpfen im Bundesstaat Nord-Kordofan im Sudan sind laut Unicef mehr als 20 Kinder getötet worden. Berichten zufolge seien seit der Eskalation der Kämpfe um die Stadt Al-Obeid Ende Mai mindestens 23 Mädchen und Jungen getötet und weitere 25 verletzt worden, erklärte Unicef Deutschland am Mittwoch in Köln. Im Sudan trügen Kinder weiterhin die Hauptlast des seit mehr als drei Jahren andauernden Konflikts. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien mindestens 330 Kinder getötet oder verletzt worden.

Kinder vor Kampfhandlungen schützen

Anhaltende Gewalt, Vertreibung und die Zerstörung ziviler Infrastruktur gefährdeten das Leben, das Wohlergehen und die Zukunft von Kindern, mahnte Unicef. Das UN-Kinderhilfswerk rief die Konfliktparteien dazu auf, die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder, zu schützen. Es müssten alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um Kinder vor den Folgen der Kampfhandlungen zu bewahren. Zudem sollten die Infrastruktur sowie grundlegende Dienste geschützt werden, wie Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Wasserversorgungssysteme.

Al-Obeid wird seit rund anderthalb Jahren von der paramilitärischen Miliz RSF belagert, die sich seit 2023 im Krieg mit der sudanesischen Armee befindet. Seit Juni fliegen die RSF vermehrt Drohnenangriffe auf die Hauptstadt des Bundesstaats Nord-Kordofan.