Köln, Berlin (epd). Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat für einen differenzierten Umgang mit der Thematik Leihmutterschaft geworben. Das Verbot in Deutschland solle bestehen bleiben, sagte er am Sonntag im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Einem Verbot von Leihmutterschaften auch im Ausland nach italienischem Vorbild erteilte er eine Absage.
Es gebe ja die sogenannte italienische Lösung, wo auch ein Verbot der Inanspruchnahme im Ausland mit dabei ist, so Voigt. „Das ist bisher in Deutschland nicht die Beschlusslage. Sie wissen, dass durch alle Parteien hinweg das sehr unterschiedlich diskutiert wird im Hinblick auf die Frage einer altruistischen Lösung.“ Die Union habe eine Position, „die ist klar und die bleibt es auch.“
Die aktuelle Debatte hatte der Fall des inzwischen zurückgetretenen Unions-Fraktionschefs Jens Spahn (CDU) ausgelöst. Er und sein Mann hatten im Juli öffentlich gemacht, per Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Bis dahin hatte sich Spahn stets dafür ausgesprochen, am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland festzuhalten.



