Gießen (epd). Wer seinen Garten naturgerecht gestalten möchte, sollte dafür heimische Wildpflanzen wählen. Der Schmetterlingsflieder etwa werde als insektenfreundlich beworben, liefere aber keinen Mehrwert für die Natur, schreibt die Naturgarten-Expertin Antje Müller in ihrem Blog. Es gebe viele heimische Alternativen, etwa die Feldrose, die Schlehe oder den Schneeball, die „einen Hauch Romantik“ in den Garten zaubern.
Der Verein NaturGarten listet heimische Wildpflanzen auf, die klimaresistent sind. „In ihnen steckt eine Millionen von Jahren währende standortangepasste Entwicklung, die zum Teil mit einer engen Pflanze-Tier-Beziehung einhergeht (“Schlüssel-Schloss-Prinzip„)“, erklärt der Verein. Dazu gehören beispielsweise Arznei-Baldrian, Wasserdost, Rauer Alant, Kartäusernelke oder Ysop.
Um passende Pflanzen für den Garten zu finden, ist die Datenbank NaturaDB hilfreich. Nutzer können dort zum Beispiel Blumen und Stauden für den Balkon suchen, die essbar und insektenfreundlich sind. Die Regionalgruppe Ravensberger Land im Verein NaturGarten führt auf ihrer Webseite einige Anbieter auf, die einheimische Wildpflanzen und Saatgut im Sortiment haben.



