UN Women äußert sich besorgt über Gewalt gegen Frauen im Sudan

UN Women äußert sich besorgt über Gewalt gegen Frauen im Sudan

Frankfurt a.M., Khartum (epd). Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über die Gewalt gegen Frauen in der umkämpften sudanesischen Stadt Al-Obeid geäußert. In der von der RSF-Miliz belagerten Stadt gebe es gezielte Drohnenangriffe auf Brunnen und Wasserverteilungsstellen, teilte die UN-Frauenorganisation UN Women am Freitag mit. Frauen, die deshalb nachts Wasser holten, würden Opfer von sexueller Gewalt.

Der Zugang zu sauberem Wasser sei auch entscheidend, um die Verbreitung von Krankheiten wie Cholera, die sich über verunreinigtes Wasser verbreiten, zu verhindern, hieß es. Die paramilitärischen RSF („Rapid Support Forces“) belagern die Stadt Al-Obeid in der Region Kordofan seit Monaten und fliegen regelmäßig Drohnenangriffe.

Krieg seit mehr als drei Jahren

Ein ähnliches Muster von Angriffen sei bereits bei der Belagerung der Stadt Al-Faschir in der Region Darfur beobachtet worden, teilte UN Women mit. Als Al-Faschir im Oktober 2025 an die RSF-Miliz fiel, kam es zu Massakern, bei denen Tausende Zivilisten getötet wurden. Seit mehr als drei Jahren kämpfen im Sudan die RSF-Miliz und die Armee um die Macht. Beiden Kriegsparteien werden von Menschenrechtlern Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Märkte vorgeworfen.