Köln, Caracas (epd). Einen Monat nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela ist die Not der betroffenen Kinder und Familien nach Unicef-Angaben weiterhin groß. Derzeit lebten fast 23.100 Menschen in provisorischen Lagern, teilte Unicef Deutschland am Freitag in Köln mit. Das UN-Kinderhilfswerk sei im Einsatz, um rund 470.000 Menschen, darunter 169.000 Kinder, mit lebenswichtiger Nothilfe zu erreichen.
Infolge der Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 im Juni waren laut Unicef mindestens 5.390 Menschen in dem Land gestorben, 16.700 Menschen wurden verletzt. Schäden an Gesundheitseinrichtungen und Hunderten Schulen beeinträchtigen die Grundversorgung von Tausenden von Kindern. „Während der erste Schock nun vorbei ist, reichen die humanitären Folgen weit und verschärfen die Not der Kinder, die schon vor den Erdbeben wegen der wirtschaftlichen Lage groß war“, sagte Gabriel Vockel, stellvertretender Leiter von Unicef. Das Hilfswerk unterstütze die betroffenen Familien unter anderem mit Wasser, medizinischer Hilfe, Hygieneartikeln und psychosozialer Hilfe.



