Demokratieabend und Glitzersegen: 48. Berliner CSD eröffnet

Demokratieabend und Glitzersegen: 48. Berliner CSD eröffnet
Das größte Programm der Berliner CSD-Tradition und zum ersten Mal eine zweitägige Feier: Der Christopher Street Day in der Stadt wurde in diesem Jahr bereits am Freitag eröffnet, unter anderem mit einer Drag-Parade und einem Demokratieabend.

Berlin (epd). Der 48. Berliner Christopher Street Day (CSD) ist mit vielfältigen Veranstaltungen eröffnet worden. Auf dem Programm standen am Freitag unter anderem eine Drag-Parade und ein anschließender Demokratieabend. Die evangelische Kirche hatte zu einem multireligiösen Gottesdienst in der Marienkirche am Alexanderplatz eingeladen, zu dem sich auch Landesbischof Christian Stäblein angekündigt hatte. Höhepunkt des CSD ist die Parade am Samstag.

Für den Demokratieabend war eine Mischung aus Politik, Kultur und musikalischen Auftritten geplant, unter anderem von der Berliner Rapperin Ikkimel. Der rote Faden des Berliner CSD seien die Demokratie und die anstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus im September, erklärte der Berliner CSD-Verein. Das Motto laute deshalb „Haltung ist hot“.

Glitzersegen nach Gottesdienst

Der multireligiöse Gottesdienst stand unter dem Leitsatz „Liebe braucht community“. Stäblein rief laut Redemanuskript zu Solidarität mit queeren Menschen auf. Angesichts zunehmender Versuche, „Leben und Liebe“ zu normieren, benötige Liebe den Schutz der Gemeinschaft, betonte er. Es sei wichtig, „dass wir einander nicht allein lassen“. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es vor der Kirche die Möglichkeit, einen Glitzersegen mit Schminke und einen christlichen Segensspruch zu erhalten.

Nach der CSD-Parade am Samstag wollen die Veranstalter auf acht Bühnen am Brandenburger Tor das bislang größte Programm ihrer Geschichte präsentieren. Auch die Sängerin Sarah Connor werde dort auftreten, hieß es. Der Christopher Street Day erinnert an einen Aufstand der Homosexuellen-Community gegen Polizeigewalt 1969 in New York.