Frankfurt a.M., Kinshasa (epd). Fast 1.000 Menschen sind seit Beginn des Ebola-Ausbruchs im Ostkongo nachweislich an der Infektionskrankheit gestorben. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit hervor. Demnach wurden bislang 999 Ebola-Tote erfasst.
Die Zahl der bestätigten Infektionen bezifferte das Institut auf 2.473. Den Angaben zufolge sind 482 Menschen nach einer Ebola-Erkrankung wieder genesen.
Keine Impfung
Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo war Mitte Mai entdeckt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief kurz danach den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Gegen die für das Infektionsgeschehen verantwortliche Bundibugyo-Variante des Erregers gibt es bisher weder zugelassene Medikamente noch eine Impfung. Seit Jahren anhaltende Konflikte in der Region erschweren die Eindämmung.
Die mit Abstand meisten Infektionen wurden laut dem kongolesischen Nationalen Institut für Öffentliche Gesundheit in der Provinz Ituri erfasst. Dort gebe es bisher 2.202 bestätigte Ansteckungen und 838 Ebola-Tote.
Übertragung über Körperflüssigkeiten
Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende, schwere Infektion. Das Virus wird vermutlich über den Kontakt mit infizierten Tieren wie Affen und Fledermäusen aufgenommen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über Körperflüssigkeiten von Erkrankten - oder auch bei der Aufbahrung der Toten. Die frühen Symptome ähneln einem grippalen Infekt, im weiteren Verlauf kann es zu inneren und äußeren Blutungen, Krämpfen oder Atemnot kommen.



