München (epd). Nur 45 Prozent der Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation nehmen laut einer Umfrage an Weiterbildungen teil. Bei Arbeitnehmern mit höherer Qualifikation bilden sich 67 Prozent regelmäßig beruflich fort, wie eine Befragung des Münchner ifo Instituts und der Technischen Universität München (TUM) vom Mai 2024 unter 3.700 Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren ergab. Arbeitnehmer mit höherer Qualifikation erwarteten sich durch eine Fortbildung mehr Vorteile für Beruf und Karriere, während geringer Qualifizierte diese Effekte unterschätzten, teilte das ifo Institut am Dienstag mit.
Wenn sich Arbeitnehmer zu regelmäßiger Weiterbildung entscheiden, erhalten sie laut Studie im Schnitt nach sechs Jahren fast neun Prozent mehr Gehalt als ohne Fortbildung. Darüber hinaus gebe es auch „nicht-monetäre Erträge in Form von besseren Aufstiegschancen, interessanteren Tätigkeiten“ und einem geringeren Risiko von Jobverlust. Gerade der nicht-monetäre Gewinn von Fortbildung werde von Geringqualifizierten unterschätzt.
Kurze Info durch Arbeitgeber hilft
Deshalb sei mehr Information über den positiven Effekt von Fortbildung nötig, erklärten die Studienautoren. Schon „kurze, kostengünstige Informations- und Kommunikationsmaßnahmen der Arbeitgeber“ könnten den Entschluss für eine Fortbildungsmaßnahme bei Arbeitnehmern in einfachen Tätigkeitsbereichen erhöhen.



