Lisa Rienermann
Kirche und Staat
Darf die Kirche Wahlempfehlungen geben?
Sie tun es immer wieder: Die Kirchen äußern sich zur aktuellen Politik. Gerade erst hat Papst Leo XIV. unmissverständlich gesagt, die sogenannte "Remigration", wie extrem rechte Parteien in Europa sie fordern, sei unchristlich. In Deutschland warnen die Synoden mehrerer Landeskirchen eindrücklich vor einer Regierungsbeteiligung der AfD und betonen, wie wichtig es für christliche Menschen sei, sich im Kampf gegen den Klimawandel und für soziale Gerechtigkeit zu engagieren.
All das wird häufig als indirekte Wahlempfehlung empfunden, und die Kirche wird aufgefordert, sich um ihre "eigentliche Aufgabe" zu kümmern. Dabei sind solche Äußerungen tatsächlich das Kerngeschäft der Kirche.


