Spahn tritt als Fraktionsvorsitzender zurück

Spahn tritt als Fraktionsvorsitzender zurück
Der Rücktritt kommt schneller als zunächst gedacht: Nach zunehmender Kritik aus der eigenen Partei wegen des persönlichen Umgangs mit dem umstrittenen Thema Leihmutterschaft gibt Jens Spahn den Vorsitz der Unionsbundestagsfraktion auf.

Berlin (epd). Nach parteiinterner Kritik an der Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft in den USA tritt Jens Spahn (CDU) vom Vorsitz der Unionsbundestagsfraktion zurück. Fraktionskreise bestätigten dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstag entsprechende Medienberichte.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Daniel Funke mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, die CDU lehnt eine Legalisierung ab. Mit seinem persönlichen Verhalten begab sich Spahn damit in Widerspruch zur Linie seiner Partei und erntete dafür in den vergangenen Tagen zunehmend Kritik.

Spahn selbst hatte in einem Podcast des „Bild“-Journalisten Paul Ronzheimer noch seine persönliche Entscheidung verteidigt und dort gesagt, die Fraktion soll bei ihrem Zusammentreffen nach der parlamentarischen Pause im September über seinen Verbleib an der Spitze der Fraktion von CDU und CSU entscheiden