Berlin (epd). In der Debatte um die Inanspruchnahme einer Leihmutter durch Jens Spahn und dessen Mann hat Spahns Parteikollege Thomas Rachel (CDU) die ablehnende Position der CDU zu Leihmutterschaften betont. „Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen gesetzlich verboten“, sagte der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). So solle es aus Sicht des Arbeitskreises auch bleiben, ergänzte er.
„Kommerzialisierung, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken müssen generell verhindert werden“, sagte Rachel, der auch Beauftragter der Bundesregierung für Religionsfreiheit ist. Die CDU habe zu dem Thema „eine eindeutige Beschlusslage, nämlich die Ablehnung jeder Form von Leihmutterschaft aufgrund der gravierenden ethischen, rechtlichen und praktischen Bedenken gegen dieses Geschäftsmodell“.
„Selbstbestimmung endet dort, wo andere Menschen zum Mittel werden“
Die CDU hatte auf ihrem jüngsten Parteitag auf Drängen der Frauen Union ihr Nein zur Legalisierung der Leihmutterschaft bekräftigt. Der EAK habe den Antrag „vollauf unterstützt“, sagte Rachel: „Die Selbstbestimmung endet dort, wo andere Menschen zum Mittel werden.“
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Eltern geworden sind, indem eine Frau in den USA das Kind ausgetragen hat. Weil dieses private Verhalten im Widerspruch zur Position der eigenen Partei und zu eigenen früheren Äußerungen Spahns steht, steht der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag auch parteiintern in der Kritik.




