Gedenken an Loveparade-Katastrophe in Duisburg

Gedenken an Loveparade-Katastrophe in Duisburg
Die Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten ist inzwischen 16 Jahre her. Am 24. Juli wird am Unglücksort daran erinnert.

Duisburg (epd). Am 16. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe in Duisburg wird am Unglücksort der Opfer gedacht. Bei der öffentlichen Veranstaltung am 24. Juli an der Gedenkstätte im Karl-Lehr-Tunnel wird Oberbürgermeister Sören Link (SPD) Angehörige der Opfer begrüßen, wie die Stadt Duisburg am Freitag ankündigte. Anschließend spricht der Theologe und freie Redner Stephan Steinbach. Die Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr erstmals von der Stadt Duisburg ausgerichtet, nachdem sich die Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ im vergangenen Jahr satzungsgemäß aufgelöst hatte.

Gottesdienst in der Salvatorkirche

Am Nachmittag findet zuvor ein nicht-öffentlicher Gottesdienst ausschließlich für die Angehörigen der bei dem Unglück Getöteten in der Duisburger Salvatorkirche statt. Nach der Auflösung der Stiftung habe sich der Kirchenkreis entschieden, die Gottesdienste am Gedenktag weiterzuführen, sagte Salvatorkirchen-Pfarrer Martin Winterberg dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Angehörigen hätten deutlich gemacht, dass ihnen Andacht und Gedenkzeremonie in der Kirche sehr wichtig seien.

Bei einem Massengedränge am 24. Juli 2010 im Karl-Lehr-Tunnel und an der Rampe zum Veranstaltungsgelände der Techno-Parade waren 21 Menschen getötet und mehr als 500 Besucher des Festivals verletzt worden. Das Landgericht Duisburg stellte den Strafprozess zur Loveparade-Katastrophe Anfang Mai 2020 ohne Urteil ein, weil nach seiner Ansicht das Zusammenwirken mehrerer Ursachen zu dem Unglück geführt hatte und keinem Angeklagten eine individuelle Schuld nachgewiesen werden konnte.