Köln (epd). Der Nachwuchs-Leistungssport fordert viel von den Kindern und Jugendlichen. Wichtig sei daher, dass die Motivation für das Training von den Kindern selbst ausgehe, sagt Sportpsychologin Johanna Belz. Sie sollten das Gefühl haben „Das habe ich mir so ausgesucht“ und sich nicht fragen müssen: „Habe ich es nur gemacht, weil ich den Eltern und dem Trainer gefallen möchte?“, sagte die Expertin von der Sporthochschule Köln dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Wenn sich die Kinder und Jugendlichen fremdbestimmt fühlten oder nur auf Druck von außen so hart trainierten, könne es passieren, dass der Sport irgendwann zur Last werde - etwas, was sie einschränke, weil sie deswegen auf viele andere Dinge verzichten müssten. Auch der permanente Leistungsdruck könne psychisch fordernd sein. „Jugendliche sind sowieso in einer sensiblen Entwicklungsphase“, erläuterte Belz. „Es ist die Zeit, in der sich Körper, Gehirn und Persönlichkeit am meisten entwickeln, besonders in den Bereichen Impulskontrolle. Jugendliche reagieren zum Beispiel sensibler auf Misserfolge oder Rückschläge.“
Unterstützung bei Niederlagen
Hier müssten Trainer und die Familie die Jugendlichen unterstützen. Vor allem, wenn der Leistungssport sich fremdbestimmt anfühle, könne der ständige Druck negative Auswirkungen auf die jungen Sportler haben. Käme die Motivation von innen, helfe bei Rückschlägen die Unterstützung aus der Familie und dem persönlichen Umfeld, damit die Kinder und Jugendlichen lernten, besser mit dem Leistungsdruck umzugehen.




