Berlin (epd). Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die deutsche Bevölkerung auf ein Leben mit den Folgen des Klimawandels eingestimmt. „Wir können den Klimawandel allein aus Deutschland heraus oder aus Europa heraus nicht aufhalten“, sagte Merz am Mittwoch bei seiner Sommer-Pressekonferenz in Berlin. Deswegen stehe als große Aufgabe an, „mit dem Klimawandel zu leben“.
Nach Ansicht des Bundeskanzlers ist das erfolgsversprechendste Vorgehen der Bundesrepublik die Entwicklung klimafreundlicher Technologien. Um die Herausforderungen des Klimawandels in den Griff zu bekommen, müssten Klima- und Wirtschaftspolitik verbunden werden. Neue Technologien, „die so gut sind, dass andere sie auch nutzen wollen“, sind laut Merz der beste Beitrag, den Deutschland leisten kann.
Kanzler will vulnerable Gruppen schützen
Mit Blick auf Klimawandelfolgen wie die Rekordhitzewelle Ende Juni, die laut Zahlen des Robert Koch-Instituts zu mindestens 4.000 hitzebedingten Todesfällen führte, betonte der Bundeskanzler ein uneingeschränktes Engagement seiner Regierung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Das müsse sich im Baurecht und Gesundheitswesen niederschlagen und „beim Schutz von besonders vulnerablen Gruppen zum Ausdruck kommen“, sagte Merz. Als Beispiele nannte er Krankenhäuser und Altenheime. Bund, Länder und Kommunen seien „gemeinsam unterwegs, um alles in unserer Kraft Stehende zu tun, um die Menschen zu schützen“.




