Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch wieder gestiegen

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch wieder gestiegen
Bis zum Jahr 2030 sollen erneuerbare Energien 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ausmachen. Das Umweltbundesamt hat nun neue Daten erfasst.

Dessau-Roßlau (epd). Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch ist laut Umweltbundesamt im ersten Halbjahr 2026 auf rund 57 Prozent gestiegen. Das waren etwa sechs Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, wie die Behörde am Mittwoch in Dessau-Roßlau mitteilte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 ist es in etwa derselbe Wert. Im Gebäudesektor legten die Erneuerbaren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres demnach gar um 19 Prozent zu, im Verkehrsbereich um 13 Prozent.

Tragende Säule der Stromerzeugung war demnach die Windenergie (45 Prozent), gefolgt von Photovoltaik (34 Prozent) und Biomasse (15 Prozent). Wasserkraft machte fünf Prozent aus, Geothermie weniger als ein Prozent. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 ist es in etwa derselbe Wert.

Acht Gigawatt an neuer Photovoltaik

Der Zuwachs sei unter anderem auf höhere Windgeschwindigkeiten als im Vorjahreszeitraum und den Ausbau von Photovoltaikanlagen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Umweltbundesamt rund acht Gigawatt neue Bruttoleistung installiert. Das Ausbauziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für das Jahr 2026 von 128 Gigawatt werde damit bereits im Sommer des Jahres erreicht, hieß es. Darüber hinaus profitierte die Photovoltaik von überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung.

Das EEG sieht vor, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2030 auf mindestens 80 Prozent steigen soll. Das Umweltbundesamt sieht dieses Ziel „in Reichweite“, wenn Deutschland die „ambitionierten Ausbauziele“ für Photovoltaik und Windkraft in den nächsten Jahren einhält.