Medienberichte: Behörde ICE ändert nach Todesfällen ihre Strategie

Medienberichte: Behörde ICE ändert nach Todesfällen ihre Strategie

Washington (epd). Laut US-Medienberichten vom Dienstag (Ortszeit) beendet die US-amerikanische Einwanderungsbehörde ICE ihr Vorgehen bei Fahrzeugkontrollen zur Festnahme Verdächtiger. Nachdem in den vergangenen Tagen Beamte bei derartigen Stopps zwei Männer erschossen hatten, solle diese Praxis vorerst in den meisten Fällen ausgesetzt werden.

In Houston in Texas hatte ein ICE-Beamter den in seinem Auto sitzenden mexikanischen Staatsbürger Lorenzo Salgado Araujo getötet. Die Behörde ICE räumte hinterher ein, der Mann sei gar nicht das Ziel ihres Einsatzes gewesen. In der Kleinstadt Biddeford in Maine wurde der Kolumbianer Johan Sebastián Guerrero getötet. Die Einwanderungsbehörde gab an, der Mann habe fliehen wollen.

„New York Times“: ICE-Beamte erschossen sechs Menschen

Die Regierung sei anscheinend bereit, den Verlust von Menschenleben für ihre Anti-Einwanderungspolitik in Kauf zu nehmen, kritisierte der Vorsitzende der kirchlichen Hilfsorganisation Church World Service, Rick Santos. Wie die „New York Times“ berichtete, schossen ICE-Beamte unter der Regierung von Präsident Donald Trump auf 22 Menschen. Sechs seien ums Leben gekommen, darunter drei US-Staatsangehörige.