UNHCR-Umfrage: Zwei Drittel unterstützen Recht auf Flucht vor Krieg

UNHCR-Umfrage: Zwei Drittel unterstützen Recht auf Flucht vor Krieg
Trotz Konflikten, wirtschaftlicher Belastungen und scharfer Migrationsdebatten gibt es in vielen Ländern weiter Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen. Das geht aus einer Umfrage des Hilfswerks UNHCR hervor.

Genf (epd). Die grundsätzliche Unterstützung für Flüchtlinge in Aufnahmeländern bleibt laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hoch. Einer am Dienstag in Genf veröffentlichten Umfrage zufolge befürworten 66 Prozent der Befragten in 29 Ländern, dass Menschen, die Opfer von Krieg oder Verfolgung waren, in der Lage sein sollten, in einem anderen Land Zuflucht zu suchen. Trotz geopolitischer Krisen und Konflikte, sozioökonomischer Belastungen in den Aufnahmeländern sowie scharfer Migrationsdebatten sei die Unterstützung für die Flüchtlinge nur einen Prozentpunkt gegenüber 2025 gesunken.

Am stärksten war die Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen den Angaben nach in Schweden und den Niederlanden (78 Prozent), gefolgt von Spanien (76 Prozent). In Deutschland rückten laut dem Bericht 69 Prozent der Befragten Zustimmung aus.

Breites Spektrum

Zugleich gehen laut der vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos umgesetzten Umfrage länderübergreifend 45 Prozent der Befragten nicht davon aus, dass Geflüchtete sich erfolgreich integrieren. 39 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Geflüchtete einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisteten, während 47 Prozent widersprachen.

Das UNHCR sprach von einem Spektrum, „das von lokalen Gegebenheiten, der Berichterstattung in den Medien, der politischen Debatte und den nationalen Erfahrungen geprägt ist“. Insgesamt 21.521 Erwachsene wurden den Angaben nach zwischen dem 24. April und dem 8. Mai 2026 befragt.