Berlin (epd). Die Eigenanteile für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen sind laut dem Verband der Ersatzkassen erneut gestiegen. Wer als Pflegebedürftiger in einem Heim lebe, müsse im ersten Jahr des Aufenthalts derzeit im Schnitt 3.364 Euro pro Monat selbst zahlen, teilte der Verband am Dienstag in Berlin mit. Das seien 256 Euro mehr als im Vorjahr.
Am teuersten war das Leben im Heim den Zahlen zufolge im Schnitt in Bremen (3.761 Euro), Nordrhein-Westfalen (3.671 Euro) und Baden-Württemberg (3.657 Euro). Am wenigsten mussten Bewohnerinnen und Bewohner in Sachsen-Anhalt (2.891 Euro), Niedersachsen (3.008 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (3.032 Euro) bezahlen.
Eigenanteil besteht aus mehreren Komponenten
Der Eigenanteil in Pflegeheimen setzt sich aus Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen sowie dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) zusammen, der vor allem Kosten für das Pflegepersonal umfasst. Für den EEE gibt es abgestufte Zuschüsse, daher sinkt der Eigenanteil mit der Aufenthaltsdauer. Die Höhe des Eigenanteils variiert zudem je nach Einrichtung.
Für Investitionen sind die Bundesländer zuständig, die ihrer Pflicht aber nicht ausreichend nachkommen. Im bundesweiten Schnitt wälzten die Länder laut den Zahlen 521 Euro pro Monat auf die Pflegebedürftigen ab, am meisten Nordrhein-Westfalen (654 Euro), Bremen (630 Euro) und das Saarland (574 Euro).
Die hohen Steigerungen seien auf Personalkosten zurückzuführen, erklärte Ersatzkassen-Verbandschefin Ulrike Eisner. Es sei richtig, Pflegekräfte gut zu bezahlen, doch dürfe das nicht die Pflegebedürftigen belasten.




