Heidelberg (epd). Rund 40 bis 60 Minuten pro Woche reichen aus, um die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für muskelkräftigende Übungen zu erfüllen. Krafttraining lasse sich auch mit einem knappen Zeitbudget umsetzen, lautet das Ergebnis von Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg laut einer Mitteilung vom Dienstag.
„Zu den vielversprechendsten Strategien gehören zum Beispiel sogenannte Minimal-Dosis-Ansätze, bei denen bereits mit einem möglichst geringen Trainingsumfang gesundheitlich relevante Effekte erzielt werden können, sowie 'Exercise Snacks', also kurze Trainingseinheiten, die über den Tag verteilt durchgeführt werden“, sagte der Erstautor der Studie, Julian Brummer. Eine weitere Methode seien sogenannte Supersätze, bei denen verschiedene kurze Übungen fast ohne Pause aufeinanderfolgen.
Schutz vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Zeitsparende Trainingsmethoden sollen es mehr Menschen ermöglichen, von den gesundheitlichen Vorteilen des Sports zu profitieren. Muskelkräftigende Aktivitäten erhalten dem DKFZ zufolge nicht nur Kraft und Muskelmasse, sondern können auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten senken. Laut WHO sollten Erwachsene mindestens zweimal pro Woche alle wichtigen Muskelgruppen trainieren, was aber bisher nur ein kleiner Teil der Bevölkerung schafft.




