Osnabrück (epd). Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner, Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. „Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können“, sagte der Verbandsvorsitzende Michael Ballenberger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Längere Hitze- und Trockenphasen belasteten viele Grabbepflanzungen erheblich.
Das eigentliche Problem sei dabei weniger die Hitze als die anhaltende Trockenheit, erläuterte der Gärtner und Floristmeister aus Frankfurt am Main. Von flächendeckenden oder dauerhaften Schäden an Gräbern könne derzeit jedoch nicht ausgegangen werden.
Gräber früh morgens oder abends gießen
Angehörigen empfiehlt der Verbandschef, möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu gießen. „Außerdem ist es sinnvoll, eher seltener, dafür aber durchdringend zu gießen, damit das Wasser die Wurzeln erreicht“, rät er. Für ein Einzelgrab empfiehlt Ballenberger rund 40 Liter Wasser.
Mehrere Kommunen und Landkreise haben aktuell wegen der anhaltenden Trockenheit die Bewässerung von Gärten und Grünflächen zeitweise eingeschränkt oder verboten. Einheitliche bundesweite Regelungen gibt es nicht.
Der Bund deutscher Friedhofsgärtner mit Sitz in Berlin gehört zum Zentralverband Gartenbau. Er wurde 1956 gegründet und vertritt die Interessen der deutschen privatwirtschaftlich tätigen Friedhofsgärtner.




