Düsseldorf, Bad Neuenahr-Ahrweiler (epd). Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands erinnern am Dienstag Gedenkfeiern im Ahrtal und in Düsseldorf an die Opfer und Betroffenen. Zu einem Gedenkakt am Nachmittag im nordrhein-westfälischen Landtag wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält am Abend im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes auf dem Ahrweiler Marktplatz eine Ansprache. Bereits am Vormittag wird in Altenahr eine Ausstellung mit Porträts von Menschen aus dem Ahrtal eröffnet.
Bei der Katastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 waren im Westen Deutschlands mindestens 185 Menschen gestorben. Das Hochwasser war eine der folgenschwersten Naturkatastrophen im Nachkriegs-Deutschland, bei der ganze Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen überflutet und zerstört wurden. Mehr als 800 Menschen wurden insgesamt verletzt, Zehntausende verloren ihr Hab und Gut.
Dankbarkeit für helfende Hände
Bei dem Gedenken in Düsseldorf sprachen neben Steinmeier auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landtagspräsident André Kuper (beide CDU). Die Narben der Zerstörungen seien bis heute in den Städten und Dörfern sichtbar, sagte Kuper vorab. „Sie erinnern an die Opfer, aber auch an das Engagement der Helferinnen und Helfer und den Zusammenhalt, der unser Land ausmacht.“
Auch Angehörige, Helferinnen und Helfer, Notfallseelsorger sowie Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisationen sind eingeladen. Die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Claudia Müller-Bück, hält eine überkonfessionelle Ansprache.
In Bad Neuenahr-Ahrweiler informiert sich Bundeskanzler Merz an einer städtischen Baustelle über den Stand des Wiederaufbaus, bevor er am Abend an der ökumenischen Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz teilnimmt. Der Veranstaltungsort ist aus Platzgründen nur für 1.000 Besucherinnen und Besucher zugänglich.




