Nicht zu voll, nicht zu schwer: Tipps zum Schultüten-Befüllen

Nicht zu voll, nicht zu schwer: Tipps zum Schultüten-Befüllen
Eltern von angehenden Erstklässlern machen sich über viele Dinge Gedanken, zum Beispiel, was alles in eine Schultüte gehört. Die Leiterin des Bayerischen Schulmuseums, Johanna Haug, empfiehlt: lieber kleine Sachen.
13.07.2026
epd
epd-Gespräch: Christiane Ried

Ichenhausen (epd). Die Leiterin des Bayerischen Schulmuseums, Johanna Haug, mahnt zur Umsicht beim Befüllen von Schultüten. „Viele Eltern vergessen, dass die Kinder am ersten Schultag ganz schön viel zum Tragen haben“, sagte Haug dem Evangelischen Pressedienst (epd). Allein der Schulranzen sei schon recht groß. „Also: lieber etwas weniger und leichter befüllen.“

Sie empfiehlt kleine Sachen, die Lust aufs Lernen und Schule machen: lustige Radiergummis, schöne Buntstifte, Glitzerstifte, ein Pixi-Buch, Schlüsselanhänger für den Schulranzen oder einen kleinen Schreibblock. Von Smartphones oder Tablets halte sie persönlich wenig. „Erstklässler brauchen kein digitales Endgerät, und übrigens auch nicht so viele Süßigkeiten“, sagte Haug, die das Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums in Ichenhausen im Landkreis Günzburg leitet. „Kinder sollten nicht so überhäuft werden. Das erhöht unnötig den Druck auf sie. Der erste Schultag, neue Kinder, die neue Lehrkraft - das alles ist schon spannend genug für die Kinder.“

Erwartungen nicht zu hoch setzen

Der Trend wachse, den ersten Schultag als große Familienfeier zu organisieren, sagte Haug. Dennoch sollten Eltern versuchen, den Tag ruhig und gelassen anzugehen, ohne allzu große Erwartungen. „Je ruhiger sie sind, desto entspannter sind auch die Kinder.“

Natürlich sei der erste Schultag ein wichtiger Übergang im Leben, für viele der erste richtig große im Leben. Aber er sollte nicht überhöht werden. Viele Eltern zerbrechen sich auch den Kopf, was sie ihrem Kind anziehen sollen: „Ich finde schöne und vor allem bequeme Kleidung sinnvoll. Die Kinder sollen sich wohlfühlen - und nicht verkleidet sein“, sagte Haug.