Greenpeace übergibt Petition gegen Tiefseebergbau

Greenpeace übergibt Petition gegen Tiefseebergbau
Mit einer Unterschriftensammlung möchte die Organisation Greenpeace möglichen Tiefseebergbau vermeiden. Auf dem Meeresboden könnten unter anderem Manganknollen abgebaut werden, die verschiedene Metalle enthalten.

Berlin (epd). Die Umweltorganisation Greenpeace hat mehr als 850.000 Unterschriften gegen den Tiefseebergbau gesammelt und an die parlamentarische Umweltstaatssekretärin Bettina Hagedorn (SPD) überreicht. „Der Fokus muss auf der Erforschung der Tiefsee, nicht ihrer Zerstörung, liegen“, sagte Greenpeace-Meeresexpertin Daniela von Schaper am Freitag in Berlin. Damit sei Hagedorn am Freitag symbolisch auch die Verantwortung für den Schutz der Tiefsee übergeben worden, erklärte die Organisation.

Greenpeace forderte einen stärkeren Einsatz Deutschlands beim Schutz der Tiefsee. Die Bundesregierung müsse eine klare Position gegen den kommerziellen Tiefseebergbau vertreten. Unter anderem gehe es um den möglichen Abbau sogenannter Manganknollen, kugelartigen Verbindungen aus Mangan, Eisen und weiteren Metallen. Sie kommen auf dem Meeresboden der Tiefsee vor.

Vorsorgliche Pause beim Tiefseebergbau

Derzeit beteiligt sich Deutschland laut Internationaler Meeresbodenbehörde mit anderen Ländern an einer vorsorglichen Pause beim Tiefseebergbau. Diese solle Bestand haben, bis das Ökosystem ausreichend erforscht sei. Hagedorn bekräftigte diese Position laut Greenpeace am Freitag.

Die Übergabe fand vor den Beratungen der Internationalen Meeresbodenbehörde ab Montag in Jamaika statt, erklärte Greenpeace im Vorfeld. Die Behörde traf sich bereits im März, jedoch ohne sich auf einen sogenannten „Mining Code“, eine verbindliche Regelung zum Tiefseebergbau, zu einigen. Montag beginne die zweite Beratungsrunde des Rates der Behörde, die bis zum 24. Juli andauern solle. Danach trifft sich die gesamte Meeresbodenbehörde vom 27. bis 31. Juli.