Berlin (epd). Zum 65. Jahrestag des Berliner Mauerbaus soll rund um das Brandenburger Tor mit einer Mauer-Installation und Open-Air-Ausstellung an das Leben im geteilten Berlin erinnert werden. Zudem sind stadtweit zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter Zeitzeugen-Gespräche, Führungen, Konzerte und Lesungen, wie die Kulturprojekte Berlin GmbH am Donnerstag mitteilte. Auch auf nach dem Mauerbau am 13. August 1961 stillgelegte Bahnhöfe der S-Bahn soll aufmerksam gemacht werden.
So werden zahlreiche Führungen zur Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961-1990“ angeboten. Am Brandenburger Tor wird am 13. August mit einer Lesung an die 140 namentlich bekannten Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert. Konzerte gibt es etwa mit der Berliner Künstlerin Masha Qrella, die Texte des Dichters Thomas Brasch (1945-2001) vertont, mit Alexander Hacke und Danielle de Picciotto sowie mit dem Jo Ambros Revolution Trio, das Revolutionslieder aus verschiedenen Teilen der Erde spielt.
Mauer-Gedenkstätten präsentieren sich
Sonja Schultz liest aus dem Buch „Mauerpogo“ über Queerness, Punk und Widerstand in der DDR. Zudem gibt es Angebote in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, im „Parlament der Bäume“, an der Gedenkstätte Günter Litfin, der East Side Gallery und an weiteren Orten in der Stadt.
Die von der SED als „antifaschistischer Schutzwall“ deklarierte Mauer stand 28 Jahre. Sie war bis zu vier Meter hoch und umschloss West-Berlin auf einer Länge von 155 Kilometern, davon 43 Kilometer quer durch die Stadt. Nach der friedlichen Revolution in der DDR erfolgte am 9. November 1989 die Öffnung der Mauer.




