Weimar (epd). Fast die Hälfte der Deutschen lehnt persönliche wirtschaftliche Nachteile ab, um Deutschland zukunftsfähiger zu machen. Laut einer von den mitteldeutschen Kirchenzeitungen „Glaube + Heimat“ und „Der Sonntag“ beauftragten und am Mittwoch in Weimar veröffentlichten Insa-Umfrage verneinen 49 Prozent eine solche Bereitschaft. 35 Prozent würden Einbußen eher oder auf jeden Fall in Kauf nehmen, 16 Prozent waren unentschieden oder machten keine Angabe.
Vor allem Jüngere zeigten sich laut Umfrage eher zu Verzicht bereit. Unter den 18- bis 29-Jährigen sagten 53 Prozent, sie würden wirtschaftliche Nachteile für mehr Zukunftsfähigkeit akzeptieren. In den anderen Altersgruppen überwog hingegen jeweils die Ablehnung. Auch nach politischer Präferenz zeigten sich Unterschiede.
Viele Muslime zu Verzicht bereit
Bei den Anhängern von SPD und Grünen lag die Bereitschaft, wirtschaftliche Nachteile in Kauf zu nehmen, mit 53 beziehungsweise 57 Prozent überdurchschnittlich hoch. Bei Linken-, BSW- und AfD-Anhängern überwog dagegen die Ablehnung deutlich.
Bereit zum Verzicht waren 49 Prozent aller befragten Muslime. Bei Protestanten (36 Prozent), Katholiken (33 Prozent) oder Konfessionslosen (34 Prozent) lag die Bereitschaft deutlich niedriger.




