Berlin (epd). Die SED-Opferbeauftragte beim Bundestag hat sich für eine Benennung von Straßen und Plätzen nach Freiheitshelden der DDR ausgesprochen. Es gebe kaum Orte, die nach Menschen der Friedlichen Revolution und des langjährigen Widerstands in der DDR benannt sind, erklärte Evelyn Zupke am Mittwoch bei der Übergabe ihres Jahresberichts in der Hauptstadt. Das wolle sie ändern.
Insgesamt sei Deutschland auf dem richtigen Weg bei der Unterstützung und Würdigung von Opfern der SED-Diktatur. Gleichzeitig müsse beispielsweise bei der Hilfe für Betroffene von DDR-Doping nachgebessert werden, sagte Zupke. Die Übergabe des Berichts an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) fand in diesem Jahr in der Gedenkstätte Hohenschönhausen statt, einem ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis.
Schnelle Hilfe für mehr als 300 Opfer
Zupke hob in ihrem Bericht die Auswirkungen des Anfang 2025 von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Gesetzespakets hervor. Es sei eine „echte Erfolgsgeschichte“ und helfe Betroffenen im Alltag. Gerade der eingerichtete Härtefallfonds für Betroffene von SED-Unrecht habe positive Auswirkungen gehabt. Bisher konnten den Angaben nach mehr als 300 Opfer schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten, beispielsweise bei der Einrichtung eines altersgerechten Bades.
Jährlicher Bericht an den Bundestag
Zupke befindet sich in ihrer zweiten Amtszeit. Die Stelle der SED-Opferbeauftragten ist beim Bundestag angesiedelt. Sie soll ein besonderes Augenmerk auf die Belange der Opfer von SED-Unrecht legen und ihre Anliegen vertreten. Die SED-Opferbeauftragte informiert mit ihrem jährlichen Bericht den Bundestag.




