München (epd). Die „Toten Hosen“ wollen bei ihren Konzerten im Münchner Olympiapark noch einmal alles geben und von Abschiedsmelancholie nichts wissen. „Uns ist klar, dass das hier eine der letzten Runden ist, die wir drehen“, sagte Sänger Campino dem Radiosender Bayern2 am Mittwoch: „Und da wollen wir selbstverständlich in München einen guten Eindruck hinterlassen.“
Die „Toten Hosen“ treten am Mittwoch und Donnerstag im Olympiapark auf. Die zwei Konzerte im Rahmen ihrer Tour „Trink aus! Wir müssen gehen“ sind seit Monaten ausverkauft.
„Keine Abschiedsmelancholie“
Abschied vom Tour-Leben will Campino aber noch nicht nehmen. „Wir haben das Ende noch nicht richtig ausformuliert.“ Der Band liege noch eine Unplugged-Tour am Herzen. „Hier weht keine Abschiedsmelancholie mit. Wir hauen volle Kanne rein. Das war ja immer der Plan, mit Vollgas über die Ziellinie zu rattern. Ich möchte hier nicht jeden Tag sentimental werden und die anderen auch nicht“, sagte Campino, der Andreas Frege heißt.
Mit Bayern fühlt sich Campino seit Langem verbunden. Die „Toten Hosen“ seien zum Beispiel mit dem Münchner Kabarettisten Gerhard Polt zusammen aufgetreten. Einer ihrer ersten großen Hits „Eisgekühlter Bommerlunder“ hat ebenfalls einen Bezug zu Bayern: Das Musikvideo, bei dem es um eine Punk-Hochzeit mit Saufgelage geht, wurde in der Jesenwanger Willibaldskirche westlich von München gedreht, ein Skandal für den kleinen Ort. In der Folge musste die Kirche neu geweiht werden.




