Ministerin: Wiederaufbau fünf Jahre nach Flutkatastrophe erfolgreich

Ministerin: Wiederaufbau fünf Jahre nach Flutkatastrophe erfolgreich
Viele Tote und Verletzte, verheerende Schäden: Die Flutkatastrophe von 2021 hat in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz viele Zerstörungen angerichtet. Die NRW-Landesregierung zieht eine erfolgreiche Bilanz des Wiederaufbaus.

Düsseldorf (epd). Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine positive Bilanz des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe vor fünf Jahren gezogen. „Bei den Privathaushalten hat der Großteil den Wiederaufbau komplett abgeschlossen, so dass für nahezu 80 Prozent der bewilligten Gebäudesanierungen bereits die abschließenden Verwendungsnachweise vorliegen“, erklärte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Von den bewilligten 900 Millionen Euro für privat genutzte Wohngebäude und den Ersatz von Hausrat seien rund 785 Millionen Euro ausgezahlt worden. Von 29.071 gestellten Anträgen seien über 95 Prozent abschließend bearbeitet.

Insgesamt wurden Hilfen von 4,7 Milliarden Euro bewilligt, davon drei Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Infrastruktur in den Kommunen. Bislang seien rund 1,2 Milliarden Euro an die Kommunen ausgezahlt worden, erklärte Scharrenbach. „Zahlreiche“ der insgesamt rund 5.900 Einzelmaßnahmen wie Wiederaufbau von Straßen, Brücken, Schulen, Kindertagesstätten und Feuerwehrhäusern seien bereits umgesetzt oder abgeschlossen worden. Die übrigen Hilfen verteilen sich auf Unternehmen, die Land- und Forstwirtschaft, die Infrastruktur der Länder, Forschungseinrichtungen sowie Archive.

Hälfte der NRW-Kommunen betroffen

Von der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 waren rund 180 Kommunen betroffen, das ist nahezu die Hälfte aller Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. In NRW starben 49 Menschen, im benachbarten Rheinland-Pfalz gab es mindestens 136 Tote. Mehr als 800 Menschen wurden teils schwer verletzt.

Nach Soforthilfen in Höhe von 300 Millionen Euro hatten die Länder und der Bund für den Wiederaufbau in NRW Finanzmittel in Höhe von bis zu 12,3 Milliarden Euro bereitgestellt. Dieser Betrag werde nicht in voller Höhe benötigt werden, unter anderem weil mehr Gebäude als gedacht gegen Elementarrisiken versichert waren, erklärte die Ministerin.

Im kommenden Jahr will die Landesregierung weitere 15 Millionen Euro für Personalkosten in den besonders betroffenen Kommunen bereitstellen. Gefördert würden auch präventive Hochwasserschutzmaßnahmen für betroffene Siedlungsbereiche, um wiederaufgebaute Gebäude und Infrastrukturen dauerhaft zu schützen.