Debatte um mehr Ladenöffnungen an Sonntagen

Debatte um mehr Ladenöffnungen an Sonntagen
Soll mehr Einkaufen an Sonntagen möglich sein? Die Meinungen gehen auseinander. Die evangelische Kirche ist dagegen.

Berlin (epd). Kontroverse Debatte um mehr Ladenöffnungen an Sonntagen: Der CDU-Politiker Christian von Stetten, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, sprach sich ebenso dafür aus wie FDP-Chef Wolfgang Kubicki. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist dagegen.

Der freie Sonntag sei für die Gesellschaft als Ganzes wertvoll, unabhängig davon, ob ein Mensch an Gott glaubt oder nicht, sagte ein EKD-Sprecher der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Es braucht einen Tag in der Woche, an dem möglichst viele Menschen gleichzeitig frei haben“, ergänzte er.

Kubicki will „echte Flexibilisierung“

CDU-Politiker Stetten sagte der „Bild“-Zeitung (Dienstag), er sei für eine großzügige Ausweitung der bisherigen Regelungen. Auch FDP-Chef Kubicki sagte der Zeitung: „Eine echte Flexibilisierung wäre dringend notwendig. Wer Läden zwangsweise geschlossen halten will, darf sich nicht über sterbende Innenstädte beschweren.“ Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag will keine generelle Abschaffung des Verkaufsverbots an Sonntagen, setzt aber auf moderne Arbeitszeitregeln. „Der Sonntag bleibt für uns ein Tag für Familie, Erholung und Gemeinschaft“, sagte Vize-Fraktionschef Sepp Müller (CDU) der „Bild“-Zeitung..

Zuvor hatten sich mehrere Vertreter des Einzelhandels dafür ausgesprochen, mehr Ladenöffnungen an Sonntagen zu erlauben. Die schwarz-rote Bundesregierung will Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken längere Öffnungszeiten an Sonntagen ermöglichen. Pläne für andere Branchen gibt es derzeit aber nicht.