Zwei Tote bei Krankenhausbrand in Ludwigslust

Zwei Tote bei Krankenhausbrand in Ludwigslust
In einem Krankenhaus im mecklenburgischen Ludwigslust ist am frühen Dienstagmorgen ein Brand ausgebrochen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.
02.07.2026
epd
Von Nadine Heggen und Anne-Dorle Hoffgaard (epd)

Ludwigslust (epd). Bei einem Brand in einem Krankenhaus im mecklenburgischen Ludwigslust sind am frühen Donnerstagmorgen zwei Menschen gestorben. Eine weitere Person erlitt eine Rauchvergiftung, wie eine Polizeisprecherin in Rostock dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Bei einem der Verstorbenen handele es sich um einen 85-jährigen deutschen Mann. Die zweifelsfreie Identifizierung des zweiten Toten dauere ebenso an wie die Ermittlung der Brandursache.

Das Feuer war gegen 4.20 Uhr in einem Patientenzimmer des Helene-von-Bülow-Klinikums ausgebrochen und hatte auf den Dachstuhl der Gefäßchirurgie übergegriffen. Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim konnte der Brand bis zum Vormittag gelöscht werden.

Mehr als 100 Feuerwehrleute

Mehr als 100 Feuerwehrleute sowie 38 Polizeikräfte waren den Angaben zufolge im Einsatz. Fünf Patienten seien vorsorglich in die Klinik ins benachbarte Hagenow gebracht, 14 weitere Patienten in andere Zimmer des Ludwigsluster Helene-von-Bülow-Klinikums verlegt worden. Die Höhe des entstandenen Brandschadens sei noch unklar.

Geplant sei, so schnell wie möglich ein Notdach über dem betroffenen Gebäudeteil zu errichten, sagte die Landkreis-Sprecherin. Regionale Firmen hätten dafür bereits ihre Unterstützung angeboten. Geplant sei zudem ein Gedenkgottesdienst für die beiden Verstorbenen. Einen Termin gebe es dafür noch nicht.

Schwesig und Kühnbaum-Schmidt drücken Anteilnahme aus

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erklärte, der Brand erschüttere sie zutiefst. Ihre Gedanken seien bei ihren Angehörigen. Auch die evangelische Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt drückte ihre Anteilnahme aus. „Ich trauere um die Toten... Mit meinen Gebeten und meiner Fürbitte bin ich bei allen, die Leid tragen“, schrieb die Landesbischöfin auf Instagram. Sie danke allen, die helfen.