Köln (epd). Die bevorstehende Einführung einer Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom ab 1. Juli hat bisher keine Auswirkungen auf die Besucherströme. Es gebe aktuell keine Warteschlangen am Dom von Menschen, die die Kathedrale noch kostenfrei besuchen wollten, sagte Domkapitel-Sprecher Markus Frädrich dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Kölner Dom habe in den ersten drei Juniwochen rund 400.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Das entspreche ungefähr dem Niveau des Vorjahreszeitraums. „Wie sich die Besucherzahlen ab dem 1. Juli entwickeln, wird sich zeigen.“
Ab dem 1. Juli müssen erwachsene Besucherinnen und Besucher zwölf Euro pro Person bezahlen. Freien Eintritt haben Gottesdienstbesucher und Betende, Kinder bis 13 Jahren, Schwerbehinderte mit Begleitperson sowie Mitglieder des Zentralen Dombauvereins. Schüler ab 14 Jahren, Azubis, Studierende, Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaber eines Sozialpasses zahlen einen ermäßigten Preis von sechs Euro.
Finanzierungslücke von vier Millionen Euro
Hintergrund ist nach Angaben des Kölner Dompropstes Guido Assmann die Finanzlage des Doms. Der Unterhalt der Kathedrale koste jedes Jahr 16 Millionen Euro. An der Finanzierung beteiligen sich das Erzbistum Köln, der Zentrale Dombauverein, das Land NRW und die Stadt Köln. Durch gestiegene Löhne, Material- und Energiekosten gebe es jetzt jedoch eine jährliche Finanzierungslücke von vier Millionen Euro.




