Dortmund (epd). Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert mit Blick auf die aktuellen Rekordtemperaturen einen besseren Hitzeschutz in Pflegeheimen. Der Sommer habe gerade erst begonnen und bereits jetzt litten viele der 800.000 Heimbewohner unter den extremen Temperaturen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Bundesklimaminister Carsten Schneider (SPD) müssten dafür noch in diesem Jahr verbindliche Investitionen zusagen.
„Aber auch die Länder stehen in der Verantwortung, denn es fehlen überzeugende Anstrengungen in diesem Bereich“, verlangte Brysch. Bestandsbauten müssten endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden. Bei Neubauten dürfe die Raumtemperatur 25 Grad nicht überschreiten.
Kritik an „reinem Aktionismus“
Brysch warf Bund und Ländern vor, mit den bisherigen Hitzeschutzplänen, die viele Einrichtungen auf Druck der Politik auf den Weg gebracht hätten, werde „reiner Aktionismus“ betrieben. „Die Papiere und Konzepte enden dort, wo der Patientenschutz Geld und Personal kostet“, kritisierte der Patientenschützer.




