Karlsruhe, Erfurt (epd). Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei mutmaßliche Rechtsextremisten im Zusammenhang mit einem Angriff auf ein Flüchtlingsheim in Schmölln festgenommen. Den beiden jungen Tatverdächtigen wird unter anderem versuchter Mord und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen, wie der Generalbundesanwalt am Freitag in Karlsruhe mitteilte.
Die bereits am Mittwoch und Donnerstag Festgenommenen sollen zusammen mit anderen Anfang Januar 2025 ein Fenster einer bewohnten Asylbewerberunterkunft eingeschlagen und versucht haben, Pyrotechnik in das Gebäude zu schießen, um einen Brand auszulösen. Allerdings brach kein Feuer aus. Unter anderem wegen dieser Tat wurde bereits im Dezember Anklage gegen zwei Tatverdächtige vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in Hamburg erhoben.
Terroristische Vereinigung
Die jetzt in Gera und dem Landkreis Altenburger Land Festgenommenen werden verdächtigt, als Jugendliche eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Sie werden der im April 2024 gegründeten rechtsextremistischen und überregional agierenden Vereinigung „Letzte Verteidigungs Welle“ (L.V.W) zugeordnet. Deren Ziel sei es, durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in Deutschland herbeizuführen.
Die beiden wurden am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle und setzte diese auch in Vollzug.




