Frankfurt a.M. (epd). Viele Krankenhäuser in Deutschland verzeichnen eine Zunahme von Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. Die Situation in den Notaufnahmen bleibt aber beherrschbar, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter großen Kliniken ergab. An der Uni-Klinik Mainz etwa wurden in dieser Woche 160 bis 180 Patienten am Tag aufgenommen gegenüber 130 bis 140 zuvor. Betroffen seien vor allem ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen, hieß es.
Das Klinikum Stuttgart berichtet von einer „veränderten Krankheitslast mit täglich 20 bis 30 zusätzlichen Behandlungen von Menschen, die wegen Folgen der Hitze akut Hilfe brauchen“. Die Versorgung sei gesichert, „aber unter teils sehr belastenden Bedingungen für Patienten und Beschäftigte“. Den Angaben zufolge stehen Dehydrierung und Herz-Kreislaufbeschwerden bei den Hitzeschäden im Vordergrund.
„Eine gewisse Hitzeroutine“
Auch bei der Notaufnahme des Universitätsklinikums Heidelberg gibt es ein erhöhtes Aufkommen von Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. Seit Anfang der Woche seien rund 20 Personen vor allem wegen Auswirkungen der höheren Temperaturen behandelt worden, hieß es.
Die Zahl der hitzebedingten Fälle in der Notaufnahme des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein bewegt sich den Angaben zufolge in einem gut beherrschbaren Ausmaß. Insgesamt gebe es aktuell rund 15 Fälle pro Tag, die eindeutig oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Hitze zurückzuführen seien, sagte ein Sprecher.
Auch die Notaufnahme des Universitätsklinikums Frankfurt hat in den vergangenen Tagen hitzebedingte Notfälle aufgenommen. Die Patientenzahlen seien aber nicht überhöht gewesen gegenüber Zeiten mit durchschnittlichen Sommertemperaturen, sagte ein Sprecher: „Es scheint nach den vergangenen Jahren eine gewisse Hitzeroutine eingetreten zu sein.“ Die Betroffenen seien überwiegend Ältere, Kinder oder Wohnungslose.
Die Universitätsmedizin Rostock ist darauf eingestellt, dass in den kommenden Tagen mehr Menschen mit Beschwerden wie Flüssigkeitsmangel in die Notaufnahme kommen. Daher habe man etwa den Vorrat an Elektrolytlösung zum schnellen Flüssigkeitsausgleich aufgestockt.




