Berlin (epd). Die derzeitigen Hitzewellen werden sich laut dem Meteorologen Sven Plöger häufen. „Die Temperaturen werden höher und die Phasen werden länger und die Belastung größer“, sagte der Meteorologe und Buchautor am Donnerstag im RBB-Hörfunk. Zur Argumentation einiger, dass Sommer doch schon immer heiß gewesen seien, erklärte Plöger, dass sich Menschen vor allem an Extremereignisse erinnern würden.
Gleichzeitig werde es für den Organismus immer schwieriger, sich an den Klimawandel anzupassen, sagte Plöger. Dennoch sei derzeit wenig Bereitschaft da, die Bekämpfung der Erderwärmung anzugehen. „Wenn man das nicht tut, dann wird man immer stärker unter dieser Problematik leiden“, betonte er.
Alte und Kranke „vom Tod bedroht“
Wegen der aktuellen Hitzephase bereiteten sich Krankenhäuser auf mehr Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen vor. Der Klimaschutzbeauftragte der Landesärztekammer Brandenburg, Andreas Grunske, sagte dem RBB, dass Temperaturen von 40 Grad auch gesunde Menschen belasten. Besonders gefährdet seien aber alte und kranke Menschen. Diese seinen „tatsächlich auch vom Tod bedroht“.
Neben der Flüssigkeitszufuhr sei auch zu beachten, dass durch das Schwitzen wichtige Mineralien verloren werden, die durch eine ausgewogene Ernährung wieder zugeführt werden sollten, sagte Grunske. Am Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst bis zu 41 Grad Celsius im Südwesten Deutschlands und 40 Grad Celsius in Ostdeutschland. In der Region um Berlin und bis zur Lausitz soll es am Sonntag erneut bis zu 40 Grad Celsius heiß werden.




