Genf (epd). Die gefährliche Ebola-Krankheit breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mitteilte, wurden bislang 1.048 Ebola-Fälle bestätigt. 267 Menschen seien gestorben.
Damit sei die höchste Fallzahl im ersten Monat eines Ausbruchs der hochansteckenden Krankheit im Kongo erreicht, erklärte WHO-Direktor Abdi Mahamud. Die Behörden haben laut WHO viele Fälle in der Provinz Ituri erfasst. Auch Nord-Kivu und Süd-Kivu seien betroffen. Das ganze Ausmaß des Ausbruchs sei noch immer nicht klar. Fälle seien auch aus Uganda gemeldet worden.
Weder Medikamente noch Impfung
Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Mai angesichts des Ausbruchs den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Für die Bundibugyo-Variante des Erregers, die für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, gibt es bisher weder Medikamente noch eine Impfung.
Die Eindämmung der Infektionskrankheit wird durch die Gewalt im Osten des Kongos behindert. Dort kämpfen Regierungstruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe.




