Hannover (epd). Unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ haben rund 100 Menschen am Samstag gegen einen sogenannten „Kinderschutzkongress“ der AfD im niedersächsischen Landtag protestiert. Die zweistündige „Warnwache“ des Bündnisses „Bunt statt Braun“ vor dem Landtag in Hannover sei friedlich verlaufen, teilte die Polizei anschließend mit.
Die niedersächsische AfD-Fraktion lud zum zweiten Mal zu einem solchen Kongress nach Hannover ein. Dazu waren unter anderem die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Beatrix von Storch, und der ehemalige Leiter des Thüringer Landeskriminalamtes, Uwe Kranz, eingeladen. Initiiert wurde das Treffen von der AfD-Landtagsfraktion.
Bündnis: AfD greift Kinderrechte an
Die „gesichert rechtsextreme AfD“ stehe für „Antifeminismus, für Queerfeindlichkeit, für Rassismus, für Demokratiefeindlichkeit“, betonte das Bündnis mit Blick auf die Einschätzung der Landespartei durch den Verfassungsschutz, der der AfD in Niedersachsen laut einer Einstufung vom Februar „rechtsextremistische Bestrebungen“ bescheinigt. Das Bündnis „Bunt statt Braun“, das aus Vertretern von Kirchen, Parteien, Vereinen und Gewerkschaften besteht, hielt der Partei vor, sie nutze den Kinderschutz als Deckmantel, um ihre antidemokratischen Ziele zu verfolgen. So wolle die AfD etwa „das Ende der Inklusion von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern, das Aufweichen der Schulpflicht und das Verändern von Lehrplänen im völkisch-nationalen Sinn“.
Der erste Kinderschutzkongress der AfD fand im Juni 2025 in Hannover statt. Auch dieses Treffen wurde von Protesten begleitet. Damals schlossen sich rund 900 Menschen einer Gegendemo an.




