Berlin (epd). Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni hat der Berliner Bischof und Beauftragte für Flüchtlingsfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christian Stäblein, an die Not und das Schicksal von Fliehenden erinnert. Fast 118 Millionen Menschen seien derzeit weltweit auf der Flucht, sagte Stäblein am Samstag im RBB-Radio 88.8.
Die christliche Haltung dazu sei klar: „Man lässt keinen Menschen ertrinken, Punkt“, bekräftigte Stäblein. Dass es trotzdem passiere, sei „eine furchtbare Realität“. Stäblein erinnerte auch an den 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention. Sie besage unter anderem, dass für Menschen auf der Flucht ganz besonders Schutz und Menschenrechte gelten.
Integration bleibt entscheidend
Er nehme wahr, dass die Stimmung in der Frage des Umgangs mit Geflüchteten hochsensibel sei, sagte Stäblein: „Sie schwankt zwischen Willkommenskultur und Abschottung - zwischen Angst, Sorge, Ablehnung und Zuversicht.“ Zugleich hob der Bischof das Engagement der Gesellschaft hervor: „Weltflüchtlingstag ist daher auch ein Tag des Dankes: an alle, die dafür sorgen, dass unser Zusammenleben gelingen kann.“ Entscheidend bleibe die Integration.




