Genf (epd). Die gefährliche Ebola-Krankheit breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte, wurden bislang 896 Fälle bestätigt, 232 Menschen sind gestorben. Die Lage bleibe weiter ernst, erklärte Marie-Roseline Belizaire, Notfalldirektion bei der WHO für die Region Afrika. Ihr zufolge sind 78 Menschen von einer Ebola-Erkrankung genesen.
115 WHO-Experten wurden den Angaben nach in die betroffenen Gebiete entsandt, um gegen den Ausbruch zu kämpfen. Mehr als 110 Tonnen Hilfsgüter seien geliefert worden.
Viele Fälle seien in der Provinz Ituri erfasst worden, hieß es weiter. Auch Nord-Kivu und Süd-Kivu seien betroffen. Das ganze Ausmaß des Ausbruchs sei noch immer nicht klar. Fälle seien auch aus Uganda gemeldet worden.
Weder Medikamente noch Impfung
Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Mai angesichts des Ausbruchs den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Für die Bundibugyo-Variante des Erregers, die für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, gibt es bisher weder Medikamente noch eine Impfung. Die Eindämmung der Infektionskrankheit wird durch die Gewalt im Osten des Kongos behindert. Dort kämpfen Regierungstruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe.




