Hamburg (epd). Die Zahl der durch Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse vertriebenen Menschen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Sie erhöhte sich im Jahr 2025 auf 13,6 Millionen Menschen, nach 9,9 Millionen Menschen im Vorjahr, wie Greenpeace in Hamburg am Freitag unter Verweis auf einen neuen Greenpeace-Report mitteilte. Klimakrise, gekürzte Entwicklungsgelder, Kriege und hohe Preise für fossile Energie und Kunstdünger verstärken demnach die Vertreibungskrise im globalen Süden. Den Report erstellte die Universität Hamburg im Auftrag der Umweltschutzorganisation.
Das weltweite Budget für Entwicklung und humanitäre Hilfe sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf 175 Milliarden US-Dollar zusammengestrichen worden, informierte Greenpeace. All dies habe mit dazu geführt, dass 2025 weltweit 82,2 Millionen Menschen vertrieben worden seien. 13,6 Millionen von ihnen seien vor Naturkatastrophen geflohen.
Humanitäre Krise
„Die Folgen der maßgeblich von den Industriestaaten verursachten Klimakrise vertreiben immer mehr Menschen in den Regionen, die diese Krise am wenigsten verursacht haben“, sagte Greenpeace-Migrationsexperte Fawad Durrani. Während Familien im globalen Süden ihre Heimat durch Klimakatastrophen verlören, kürzten wohlhabende Nationen die Hilfsgelder. „Diese humanitäre Krise muss enden“, forderte Durrani. Die Industriestaaten müssten schneller vorankommen beim Senken ihrer Emissionen, und sie müssten den am härtesten betroffenen Ländern dabei helfen, sich an die Folgen der Klimakrise anzupassen.




