Studie: Zahl der Menschen mit Demenz steigt

Studie: Zahl der Menschen mit Demenz steigt
Die Wissenschaftler betonen, wie wichtig Vorbeugung ist: Dazu gehören etwa der Verzicht auf das Rauchen und ein aktives soziales Umfeld.

Berlin (epd). Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland wird einer Studie zufolge bis zum Jahr 2060 deutlich steigen - von heute etwa 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen. Zugleich sinke die Zahl derer, die die Versorgung dementer Menschen gewährleisten könnten, heißt es in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK in Zusammenarbeit mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln.

„Selbst in den günstigsten Szenarien der Modellrechnung steht den zunehmenden Demenz-Fallzahlen insbesondere in ländlichen Regionen mit einer alternden Bevölkerung ein deutlicher Rückgang der Erwerbsbevölkerung gegenüber“, erklärte die AOK.

Bildung beugt Demenzentwicklung vor

Die Prognose sieht für das Jahr 2060 eine regionale Spanne von 1,7 Prozent Demenz-Erkrankten in München bis zu 6,2 Prozent im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis voraus. Die Wissenschaftler betonten die Bedeutung der Prävention: „Schon vergleichsweise kleine Verbesserungen bei den Neuerkrankungsraten können langfristig sehr große Effekte haben“, sagte der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, Helmut Schröder.

Durch eine gute Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, den Verzicht auf das Rauchen, mehr Bildung, die Behandlung von Hörstörungen und die Vermeidung sozialer Isolation könne einer Demenzentwicklung vorgebeugt werden, betonte er.