Hamm (epd). Mit mehr als 900 Aktionen ruft die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen zu einem bewussteren Umgang mit Alkohol auf. Die 10. Aktionswoche Alkohol soll ab Samstag dazu beitragen, Schäden durch Alkohol zu verringern, wie die Dachorganisation der deutschen Suchthilfe am Mittwoch ankündigte. Unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt - mit weniger oder ganz ohne Alkohol“ gibt es etwa Vorträge, Infostände, Diskussionsrunden, Mitmachaktionen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen.
„Als Arzt sehe ich, welche Schäden Alkohol anrichten kann, körperlich, psychisch und sozial“, erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU). Alkohol begünstige nicht nur Krebs und andere Erkrankungen, sondern sorge auch für Abhängigkeit und belaste Familien schwer. „Trotzdem sprechen wir über Alkohol oft zu spät, zu vorsichtig oder erst dann, wenn der Konsum längst problematisch geworden ist“, kritisierte Streeck.
Alkoholverzicht im Trend
Geselligkeit und Spaß, auch ohne Alkohol, seien „ein gesellschaftlicher Trend, der immer mehr Menschen überzeugt“, betonte Christina Rummel, Geschäftsführerin der Hauptstelle für Suchtfragen. Sie verwies auf Forschungsergebnisse, denen zufolge Alkohol der Gesundheit vom ersten Glas an schadet. Alkoholkonsum zu verringern und am besten zu beenden, sorge eine gesündere Leber, weniger Infektionen, weniger Krebsrisiko, ein besseres Herz-Kreislauf-System, besseren Schlaf und weniger psychische Erkrankungen.



