Potsdam (epd). Brandenburgs Verfassungsschutz hat vor einer zunehmenden Radikalisierung junger Menschen durch die sozialen Medien gewarnt. Extremisten versuchten gezielt, die junge Generation zu manipulieren, erklärte Innenminister Jan Redmann (CDU) am Freitag in Potsdam zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025.
Die Jugend werde von gewaltorientierten Neonationalsozialisten, Islamisten und Linksextremisten „geködert und turboradikalisiert“. Redmann schlägt deshalb vor, den Zugang zu sozialen Medien für Jugendliche zu beschränken. Zudem fordert er eine Anpassung des Straf- und Polizeirechts sowie erweiterte Befugnisse für den Verfassungsschutz.
Rechtsextremismus größte Herausforderung
Insgesamt verzeichnete der Verfassungsschutz in Brandenburg einen erheblichen Anstieg des extremistischen „Personenpotenzials“ auf 7.540 Personen. Das waren 2.035 Menschen mehr als vor einem Jahr. Die mit Abstand meisten Menschen wurden dabei im Bereich Rechtsextremismus gezählt: 5.890 (plus 2.240). Dies bleibe die mit Abstand größte Herausforderung, hieß es.
Im Bereich Linksextremismus sind es demnach 660 Menschen (plus 110) und im Bereich Islamismus 260 (plus 35). Damit verzeichnen diese drei Bereiche den höchsten Stand seit ihrer Erfassung durch den Verfassungsschutz in Brandenburg. Einen Rückgang sieht der Verfassungsschutz dagegen bei Reichsbürgern und sogenannten Selbstverwaltern.



