Paderborn, Osnabrück (epd). Das Bonifatiuswerk hat im vergangenen Jahr katholische Gemeinden in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora mit 11,7 Millionen Euro unterstützt. Damit habe sich die Fördersumme im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 Millionen erhöht, teilte das katholische Hilfswerk am Mittwoch in Osnabrück und Paderborn mit. Mit dem Geld seien knapp 990 Projekte in Regionen gefördert worden, in denen Katholiken in der Minderheit sind. Im Vorjahr waren es 1.117 Projekte.
Unterstützung für Holzkirche auf Lofoten
Im Bereich Bauhilfe wurden den Angaben zufolge im Jahr 2025 insgesamt 69 Projekte mit mehr als drei Millionen Euro vom Bonifatiuswerk unterstützt. Als wichtiges Projekt sei die Sanierung einer 200 Jahre alten Holzkirche auf den norwegischen Lofoten geplant. Ohne diese Maßnahme, die vom Bonifatiuswerk mit 25.000 Euro gefördert werde, drohe die behördliche Schließung. Die Kirche der Heiligen Familie sei das älteste Gebäude auf der Inselgruppe.
Im Bereich Kinder- und Jugendhilfe wurden nach Angaben des Bonifatiuswerks im vergangenen Jahr fast 800 Projekte mit 1,7 Millionen Euro unterstützt. Mehr als 100 Initiativen erhielten im Bereich Glaubenshilfe rund 750.000 Euro. 584.500 Euro stellte das katholische Hilfswerk für die Anschaffung von Bussen und Autos zur Verfügung. Für sogenannte missionarische Personalstellen wurden fast 330.000 Euro investiert.
Dass nach 2024 erneut mehr Geld für die Projektförderung bereitgestellt werden konnte, liege unter anderem an den um fast 30 Prozent gestiegenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats der deutschen Bischöfe, hieß es.
Hilfen sollen Stabilität in Umbruchphasen sichern
Angesichts einer großen Umbruchphase in den Kirchen sei es wichtig, Stabilität zu gewährleisten und weiterhin als verlässlicher Partner an der Seite der Diözesen und Gemeinden in den Fördergebieten zu stehen, sagte Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.



