Hamburg (epd). Der Benediktiner und Bestsellerautor Anselm Grün rät dazu, Stillstand im Leben nicht einfach hinzunehmen. „Jeder kennt wohl dieses Gefühl, wenn es nicht weitergeht. Man tritt beruflich auf der Stelle oder hat den Eindruck, privat festzustecken, weil die Partnerschaft nur noch dahinplätschert“, heißt es in einem Beitrag des Lebenshilfeexperten in der Zeit-Beilage „Christ & Welt“ (Mittwoch). Dann sei es Zeit, etwas zu verändern.
Hilfe bei Lebensentscheidungen können laut Grün die christlichen Wüstenväter des 4. Jahrhunderts geben, so der 81-Jährige. Den Mönchen zufolge gebe es bei Entscheidungen vier Leitlinien: „Sie sagen: Der Weg ist der richtige, auf dem man mehr Lebendigkeit, Freiheit, Frieden und Liebe spürt.“ Wer sich auf dieses Gedankenexperiment einlasse, fühle meist, was die bessere Entscheidung sei, schreibt Grün.
Lebendiger fühlen
„An der Schwelle zu etwas Neuem zu stehen, macht natürlich auch Angst.“ räumt Grün ein: „Doch erst wenn man sich das eingesteht, wird man spüren können, was hinter der Schwelle wartet - und ob wir uns dort lebendiger und freier fühlen werden.“



