Umfrage: Hohe Impfakzeptanz bei Eltern und Unsicherheit

Umfrage: Hohe Impfakzeptanz bei Eltern und Unsicherheit
Impfungen bieten Schutz vor Infektionen. Insbesondere Eltern müssen sich damit in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder beschäftigen und Entscheidungen treffen.

Berlin (epd). Eltern von Kindern unter sieben Jahren zeigen einer Umfrage zufolge insgesamt eine hohe Impfakzeptanz. Zugleich befürworten aber knapp drei von zehn Eltern nur ausgewählte Impfungen des empfohlenen Impfkalenders, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin mitteilte.

Die verbreitete Impfakzeptanz beruhe auf einem hohen Vertrauen in kinderärztliches Personal sowie „auf der wahrgenommenen Wichtigkeit und Sicherheit von Impfungen“. Obwohl der Großteil der Eltern den Zugang zu Impfungen als leicht bewerte, empfinde ein Teil der befragten Eltern das Impfen als aufwendig. Teilweise zeigten Eltern eine „ausgeprägte Unsicherheit bei der Einordnung von Impfmythen“.

Hintergründe von Impfentscheidungen

Befragt wurden insgesamt 614 Eltern von Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter unter sieben Jahren. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Impress“ des RKI wird den Angaben zufolge regelmäßig ein „Impfakzeptanz-Monitoring“ erstellt, das auch die Hintergründe von Impfentscheidungen untersucht. Die Online-Befragung von insgesamt 5.450 Personen ab 18 Jahren zum Impfen findet jährlich im Herbst statt und berücksichtigt drei Personengruppen: die Allgemeinbevölkerung, Personen mit Impfempfehlung für Grippe sowie Eltern von Kindern unter sieben Jahren.

Eltern treffen vor allem in den ersten sechs Lebensjahren ihrer Kinder mehrfach Impfentscheidungen. Rechtzeitig verabreichte Impfungen im Säuglings- und Kleinkindalter schützen in der Regel vor Infektionskrankheiten.