Stichwahl um Präsidentschaft in Kolumbien am 21. Juni

Stichwahl um Präsidentschaft in Kolumbien am 21. Juni

Bogotá (epd). Über die künftige Präsidentschaft in Kolumbien entscheidet in drei Wochen eine Stichwahl zwischen dem rechtsgerichteten Anwalt Abelardo de la Espriella und dem linken Menschenrechtler und Senator Iván Cepeda. Nach dem vorläufigen Endergebnis der Abstimmung vom Sonntag landete de la Espriella mit 43,7 Prozent der gültigen Stimmen überraschend auf dem ersten Platz. Cepeda erhielt 40,9 Prozent.

Der Sieger im ersten Wahlgang, der 47 Jahre alte de la Espriella, setzt sich für einen radikal schlankeren Staat und mithilfe der USA für ein hartes Vorgehen gegen Drogenbanden ein. Der 63-jährige Cepeda will hingegen die Sozialpolitik des bisherigen linken Amtsinhabers Gustavo Petro fortsetzen und wirbt für Verhandlungen mit den gewalttätigen Paramilitärs und Guerilla-Splittergruppen.

Anhaltende Gewalt

Wahlberechtigt waren mehr als 41 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer, die Wahlbeteiligung lag bei 58 Prozent. Die Verfassung ließ eine Wiederwahl Petros nicht zu. Die Stichwahl findet am 21. Juni statt.

Die Wahl wurde von der anhaltenden Gewalt in dem südamerikanischen Land überschattet. Bei Kämpfen zwischen zwei Splittergruppen der früheren Farc-Guerilla wurden im Endspurt des Wahlkampfs Dutzende Menschen getötet.