Magdeburg (epd). Vorhang auf für die letzte und größte neu gegossene Glocke des Geläuts am Magdeburger Dom: die Bronzeglocke Credamus („Lasst uns glauben“). Der mitteldeutsche Landesbischof Friedrich Kramer und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), enthüllten die 15 Tonnen schwere Credamus am Sonntag für die Augen der Öffentlichkeit.
„Wir sind froh und glücklich und feiern die neue Glocke mit hunderten Gästen hier im Dom“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Domglocken Magdeburg, Andreas Schumann. Bis zum Jahr 2031 sollen alle neuen Glocken in den Domtürmen erklingen.
Acht Glocken wurden neu gegossen
Seit 2018 setzt sich der Verein für die Wiederherstellung des kompletten Geläuts mit zwölf Glocken ein. Neben der Reparatur einer historischen Glocke wurden acht neue Glocken gegossen. Dafür haben Spender bisher rund 1,1 Millionen Euro aufgebracht. Im nächsten Schritt sollen die Klöppel der Glocken sowie die Joche und Läutevorrichtungen vom Verein beauftragt werden.
Parallel dazu richtet die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt als Eigentümerin des Domes die Westtürme für den Einbau der Glocken her. „Spätestens am 10. Mai 2031, wenn sich die fürchterliche Zerstörung Magdeburgs im 30-jährigen Krieg zum 400. Mal jährt, sollen alle zwölf Glocken des Doms wieder läuten“, sagte Schumann.
Der Guss der Credamus mit dem tiefen Schlagton „d0“ war im November vergangenen Jahres in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck (Österreich) erfolgt. Sie ist nach Angaben des Glockenvereins die weltweit größte Bronzeglocke einer evangelischen Kathedrale.




