"Bild": Expertenkommission für späteren Renteneintritt

"Bild": Expertenkommission für späteren Renteneintritt
Die "Bild"-Zeitung will erfahren haben, dass die Fachleute in der Kommission zur Rentenreform dazu raten werden, das Renteneintrittsalter in den nächsten Jahrzehnten auf bis zu 70 Jahre zu erhöhen. Zugleich soll das Rentenniveau sinken.

Berlin (epd). Einem „Bild“-Zeitungsbericht (Donnerstag) zufolge wird die Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung empfehlen, das Renteneintrittsalter in den nächsten Jahrzehnten auf bis zu 70 Jahre anzuheben. Die Grenze solle schrittweise bis Anfang der 2060er Jahre steigen, berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Kommissionskreise.

Denkbar sei demnach, dass das Renteneintrittsalter Anfang der 2040er Jahre auf 68 und Anfang der 2050er Jahre auf 69 steige und dann zehn Jahre später erneut um ein Jahr erhöht werde.

Das früher bei 65 Jahren liegende Renteneintrittsalter wird bereits seit 2012 schrittweise angehoben und soll nach aktuellem Stand 2031 bei 67 Jahren liegen. Diese Altersgrenze gilt für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Ein vorgezogener Rentenstart ist möglich, wenn Abschläge hingenommen werden. Zudem gibt es Ausnahmen etwa für besonders langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte.

Vorschlag zum Absenken des Rentenniveaus

Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen wolle das 13 Mitglieder zählende Expertengremium außerdem ein Absenken des Rentenniveaus bis auf 46 Prozent vorschlagen, schreibt „Bild“ weiter. Aktuell sind es etwas mehr als 48 Prozent.

Strittig unter den Fachleuten sei, ob auch Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. Die Rentenkommission will ihre Vorschläge Ende Juni präsentieren.